Hinweise zu Ärzten / Kliniken / Labor

Hinweis: Auf dieser Seite finden Sie im oberen Bereich Adressen zu Ärzten und Kliniken.

Vorbemerkungen: Es gibt sicher auch noch andere Ärzte, die Borreliosekranke behandeln, diese sind mir persönlich aber nicht bekannt. Zu nachfolgend aufgeführten Personen und Institutionen habe ich eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit aufgebaut. Die Ärzte und Kliniken mit dem Vermerk arbeiten
in einem Netzwerkverbund untereinander und mit mir zusammen.

Die Aufklärung zur Borrelioseproblematik nimmt auf Grund vieler Veröffentlichungen in den Medien, medizinischen Fachzeitschriften und veröffentlichten Forschungsergebnissen auch bei den HausÄrzten/KlinikÄrzten zu. Allerdings ist eine einheitliche Ärztliche Versorgung der Borreliosekranken/Zeckenkranken europaweit damit längst noch nicht gewährleistet. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen über welchen Zeitraum, ob überhaupt und mit welchen Medikamenten eine Borreliose etc. behandelt werden soll gehen zu Lasten der Kranken und stellen eine unerträgliche Härte für alle Betroffenen dar. Infusionstherapien werden oft auch aus Kostengründen so die Rückmeldungen von Betroffenen aus diesem Grund nicht durchgeführt, z.B. durch die Budgetierung der Ärzte.

Aber auch verschiedene Modelle oraler Therapieformen können sehr wirksam sein. Ich führe hier, wie im Deutschen Ärzteblatt 2003 veröffentlicht, als wirksam im Spätstadium besonders die "Gasser Therapie" an. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt auch über die Co-Infektionen, (Chlamydien, Yersinien ) die ebenfalls durch Zecken übertragen werden können und viele Beschwerdebilder verursachen.

Auch andere Ärzte, die bereit sind in einer Kooperation Borreliosekranke zu behandeln und zu betreuen, können zu unten aufgeführten Kollegen direkt oder über mich Kontakt aufnehmen. Bitte beziehen Sie sich bei Anrufen dort auf meinen Namen. Alle Behandler haben Erfahrung mit Borreliose!

Die angegebenen Email-Adressen der Ärzte dienen lediglich der Anfrage nach Terminen und Behandlungsschwerpunkten. Sie sind  n i c h t   dafür da, Ärztliche Stellungnahmen zu Krankheitsverläufen oder Laborbefunden zu erhalten!







Prof. Dr. med. Doberauer
Munckelstr. 27
45879 Gelsenkirchen
Tel: (0 2 09) 1 60 13 01
Fax: (0 2 09) 1 60 26 82
E-Mail: doberauer@evk-ge.de
Sprachen: Englisch

Persönliche Anmerkung durch mich:
Privatpatienten stationär und ambulant, Kassenpatienten stationär, Begutachtungen für Zeckenerkrankte
Medizinische Klinik der Ev. Kliniken Gelsenkirchen
www.evk-ge.de




PD Dr. Tomas Jelinek
Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin
Jägerstr. 67-69
10117 Berlin
E-Mail: jelinek@bctropen.de
URL: http://www.bctropen.de




Prof.Dr.med.F.Schardt
BetriebsÄrztliche Untersuchungsstelle
Bayrische Julius-Maximilians-Universität
Klinikstr.3
97070 Würzburg

Fax: 09 31 - 5 01 22
E-Mail: Fritz.Schardt@mail.uni-wuerzburg.de

Persönliche Anmerkung durch mich:
Prof. Schardt beschäftigt sich in der Borreliosetherapie mit der "Fluconazol-Studie", veröffentlicht in "European Journal of Medical Research", 30.Juli 2004. Ärzte können dort nachfragen und sich auch an dieser Studie beteiligen. Patienten selber können auch Grund der hohen Arbeitsauslastung zu Prof. Schardt keinen Kontakt aufnehmen!
 

Schmerzklinik am Arkauwald
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie
-Borreliosespezialisiert-
97980 Bad Mergnetheim
Tel:07 93 1 - 54 50
www.bor-reliose.de







LABORDIAGNOSTIK - LABORMEDIZIN

Zur Durchführung der Borrelienserologie muss das entsprechende Labor über einen hohen Qualitätsstandard und über sehr viel Erfahrung verfügen. Bei dieser Labormethode geht es um den ELISA - Test, der nicht standardisiert ist. Aus diesem Grund ist die kompetente Erfahrung des Labors auch in der Interpretation der Laborbefunde von entscheidender Bedeutung. Bestimmt werden sollte immer der IgG und IgM Antikörpertiter und daneben auch der Westernblot (Bandenbestimmung). Auf dem Überweisungsschein zur Laboruntersuchung von Ihrem Hausarzt sollten diese Laboranforderungen zur Kassenabrechnung aufgeführt sein. Erforderlich ist das Einsenden von 20ml Vollblut per Post.




Die Labordiagnostik zur Bestimmung der Borrelienserologie hat sich in den letzten Jahren nach den Rückmeldungen von Ärzten, als auch von Betroffenen, deutlich verbessert. Allerdings ist ganz nachdrücklich ein einheitlicher Test, ein standardisiertes Testverfahren erforderlich, um verlässliche und aussagefähige Laborbefunde zu erhalten. Ich habe schon mehrfach und vehement auf diese Missstände hingewiesen und auch neben dem EU-Parlament auch mit dem Bundesgesundheitsminister Kontakt aufgenommen.

Ich danke dem jetzigen Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler für seine offene Haltung für die Gesamtproblematik der Lyme-Borreliose. Daneben habe ich auch Minister/Ministerinnen des Deutschen Bundestages auf diese unerträgliche Misere aufmerksam gemacht. Ich werde mich auch in Zukunft an dieser Stelle und wo immer es notwendig ist, engagieren.

Der Lymphozytentransformationstest - Borrelien (LTT-Borrelien) dient zum Nachweis von Borrelien-spezifischen T-Lymphozyten im Patientenblut, wird aber von vielen Ärzten und Kliniken nicht anerkannt und in der Folge fälschlicherweise ignoriert. Auch dieser Vorgang ist für Erkrankte und Betroffene so nicht zu akzeptieren.

Laboruntersuchungen sind immer Kassenleistungen, außer bei der Borrelienserologie der LTT.

Bei einer Blutuntersuchung sollte immer neben der IgM-, IgG- Antikörperbestimmung auch die Westernblotuntersuchung gemacht werden (Feststellen der Banden aus denen sich in einem gewissen Grad das mögliche Stadium der Infektion zuordnen lässt). Eine Westernblotbestimmung dient der Bestätigung von positiven oder grenzwertigen Ergebnissen des ELISA-Testverfahrens. Am Anfang sind oft nur wenige Borrelienproteine zu finden, während im Spätstadium ein breites Antigenspektrum sichtbar ist.

Die IgM-Antwort ist nicht bei allen frischen Infektionen mit "borrelia burgdorferi" zu beobachten, schon gar nicht bei einer erneuten Borreliose nach Zeckenbiss (Reinfektion). Die Hinweise in der Literatur weisen bezüglich des IgM-Nachweises Schwankungen auf, die zwischen 20% und 50% der positiven Reaktionen der bisher untersuchten Krankheitsfälle liegen. Zu finden sind dann nur die IgG-Antikörper. Allerdings muß ganz nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass fehlende IgM-Antikörper eine Borrelinfektion nicht ausschließen. Die klinische Symptomatik/Symptome sind eben immer zu beachten! Borrelienantikörper sind oft über Jahre im Blut nachweisbar und fallen in der Regel sehr langsam ab. (Ich danke hier dem Labor in Köln an der Mitwirkung des Textes.)

Im Frühstadium einer Borreliose zeigt sich ein wenig ausgeprägtes Ergebnis mit geringen Banden. Im Spätstadium dagegen ist oft ein breites Bandenspektrum zu sehen. Die sehr spezifischen Banden für Borrelien sind folgende Westernblot, oder Immunoblotbanden:

OspB 83-100, 34, 39, OspA 31-33, OspC 21-24, Osp 17, 18,19 und eine neues Oberflächenprotein mit der Bezeichnung VLsE. Ein posites Bandenmuster ist dann erfüllt, wenn sich zwischen 2- 4 Banden finden lassen.

Unspezifisch und somit ohne Bedeutung sind: Kd Banden 55, 60-75. Auch die 41 Kd-Bande ist nicht von Bedeutung, diese kann bei einer Frühinfektion aber häufig als erste Bande nachweisbar sein.

Wichtig: Neben den Laborbefunden wie IGM-, IGG-Antikörpertiter ist immer auch der klinische Befund mit entscheidend. D. h. unter welchen Beschwerden leidet der Erkrankte. Deshalb wichtig, weil es auch serologisch negative Befunde geben kann. Dattwyler aus den USA verweist darauf, dass eine negative Serologie wohl in einen Zusammenhang damit zu bringen ist, dass die Antikörper an Immunkomplexe gebunden sind.

Das Beschwerdebild des Erkrankten muss immer in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Es ist bekannt, dass IgG- Borrelienantikörper nach Therapien oft noch viele Jahre später nachweisbar sind. Ergebnisse des IgM-AK und des Immunoblot/Westernblot sind somit unbedingt neben dem Beschwerdebild mit zu berücksichtigen.

Nach dem Ende von antibiotischen Therapien muss zu einer erneuten Borrelienantikörperbestimmumng immer ein Zeitraum von ca. 10-12 Wochen abgewartet werden, da es sonst zu einer Fehlinterpretation in der Laborserologie kommt.

Immer wieder taucht auch die Frage nach einem "PCR-Urintest" als Nachweis für eine Borrelienserologie auf. Auch diese Laborleistung muss selber bezahlt werden. Nicht nur ich stehe dieser Labormethode sehr skeptisch gegenüber, denn Borrelien werden nicht regelmäßig mit den Urin ausgeschieden und diese spezielle Labormethode ist zudem sehr anfällig und findet auch in der Gesamtliteratur kaum Beachtung.

Im weiteren ist auch die PCR-Hautprobe auf Borrelien umstritten, da der Nachweis von Borrelien im Gewebe schwierig, bzw. schwer möglich ist. Gelenkpunktate- Nachweis der Borrelien in der Gelenkflüssigkeit- ist in Einzelfällen gelungen, scheint aber auch nicht immer zuverlässig.

In den USA hat im Jahre 2000 ein Test, der auf einem Mikrobiologenkongress vorgestellt wurde für kurzzeitiges Aufsehen gesorgt, es handelt sich um den VCR-Test nach dem Arzt Shoemaker. Gemeint ist ein Sehtest bei dem die Neurotoxinbelastung der Augen gemessen wird. Langzeitergebnisse müssen sicher weiter beobachtet werden, zum Teil wohl auch kritisch.

Wichtig: Neben den Laborbefunden wie IGM-, IGG-Antikörpertiter ist immer auch der klinische Befund mit entscheidend. D. h. unter welchen Beschwerden leidet der Erkrankte. Deshalb wichtig, weil es auch serologisch negative gibt.

Weitere Ärzte in Deutschland nenne ich Ihnen auf Anfrage, eine Liste dazu habe ich mir durch viele Informationen von Betroffenen erstellt, diese wird jedoch aus Datenschutzgründen nicht verschickt. Sie müssen mich direkt dazu, mit Ihrer Postleitzahl, anmailen.




Über meine Arbeit ist bis jetzt berichtet worden in der Hannoversche Allgemeine Zeitung und angeschlossene Zeitungen sowie Bundesweit in vielen weiteren Tageszeitungen, Radio Bremen Hansawelle und Radio Melodie, Hartmann Bund im Offenen Kanal Hannover, N3 Fernsehen, HH1, NDR1 Radio Niedersachsen, Sat1 Nord, Sat1 Blitz, 3SAT , medizinische Supersite Medport und Neues -die Computershow und in weiteren Medien.




Impressum
www.zeckenbiss-borreliose.de
"Europäische Zeckeninformation"
Ernst Fischer
30173 Hannover
E-Mail: e.o.fischer@t-online.de


Text: Ernst Fischer
Webmaster & Design: Svend Kramer