Die Möglichkeiten der Therapie sind vielfältig und können, da es keine einheitlichen
Therapierichtlinien gibt, variiert bzw. verändert werden!
In sehr vielen telefonischen Beratungen die ich bisher durchgeführt habe, hat
sich auch gezeigt, dass Borreliosekranke häufig unterdosiert behandelt werden
und das auch, obwohl positive Laborbefunde und ausgeprägte Beschwerden
vorliegen. Bewährt hat sich in der Behandlung auch die sogenannte
"gepulste Therapie" mit Antibiotikainfusionen. Durchgeführte Behandlungen
zeigen erfreuliche und mutmachende Ergebnisse. Das eine rechtzeitige Therapie
nach einem Zeckenbiss in Europa frühzeitig und schnell aufgenommen wird ist nun
auch in der "Medical Tribune" in einer Veröffentlichung erwähnt worden.
Danach werden Borrelien in Europa schneller übertragen als in den USA. Während
in den USA in den ersten 24 Stunden eine Übertragung fast ausgeschlossen ist,
kommen Übertragungen des Erregers in Europa schon am ersten Tag vor. (http://www.medical-tribune.de)
Die nachfolgenden
Hinweise zur Therapie beziehen sich auf internationale Literaturhinweise,
internationale Standarts und den Erfahrungsaustausch zu Ärzten und Labors. Es
bestehen verschiedene Therapiemodelle, es gibt nicht die "einzige und
richtige Therapie". Es ist wichtig darauf zu achten, dass ausgiebig lange
und umfassend therapiert wird. Für hier angeführte Therapien wird keine Haftung übernommen! Therapieschemata können auch verändert und Antibiotika, damit sich keine Resistenzen bilden, nach einer gewissen Zeit der Anwendung gewechselt werden. Impressum
Frau Dr. Hopf-Seidel hat 2007 in Berlin einen Vortrag über das Thema Therapie der
"persistierenden Borreliose" gehalten, den Beitrag hier
aufrufen.
Für Ärzte und Betroffene empfehle ich das neu erschienene Buch von Frau Dr. Hopf-Seidel mit dem Titel: Krank nach Zeckenstich: Borreliose erkennen und wirksam behandeln (Broschiert) 9.95 Euro - ISBN 978-3-426-87392-2
Ergänzend verweise ich an dieser Stelle zu der Therapie der Lyme-Borreliose auf folgenden Link: http://www.medizinfo.de/waldundwiese/borreliose/therapie.htm.
Am Anfang der Erkrankung wird oral therapiert, ÜBER 3 WOCHEN!
(z.B. bei Erwachsenen mit Doxy 200 mg)
Therapieempfehlungen von Dr. Hassler, Prof. Blenk u.a.: Wer behauptet 10 -14 Tage Therapiezeit sind ausreichend irrt und muß den mikrobiologischen Beweis dafür erbringen. Bei Unverträglichkeiten von Tetracyklinen oder bei Schwangeren und Kindern, ist auch Klacid , Erythromycin, Azithromycin oder Clarithromycin einsetzbar.
Auch Kinder sollten ausreichend lange, hier 4 bis 6 Wochen (laut
amerikanischen Studien und Erfahrungen), behandelt werden, um den Erreger zu
vernichten. Die Ausheilung bei Kindern ist sehr gut. Auch in der
Monatszeitschrift "Kinderheilkunde aus dem Jahre 2002, Ausgabe: 5/
608-611" wird auf die wirksame antibiotische Therapie bei einer
Facialisparese von Kindern die an Lyme-Borreliose erkrankt waren hingewiesen. Es
handelt sich dabei um Daten aus der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Heilbronn (P.Götz, W.Kachel). Gesammelt wurden die Daten von 115 Kindern, die
in den letzten 20 Jahren wegen einer Facialisparese im Zusammenhang mit einer
Lyme-Borreliose, behandelt wurden. In dieser Studie wurden die Kinder
unabhängig von der Liquoranalyse mit Penicillin G oder Ceftriaxon intravenös
über 10-14 Tage behandelt. Unter dieser speziellen Therapie traten
Facialisparesen deutlich seltener auf. Verwiesen wird auch darauf, dass die
Borrelienserologie nach Ansicht der Kinderärzte auch bei der
Liquorannalyse(Nervenwasseranalyse) unzuverlässig ist.
Im Spätstadium wird empfohlen mit Infusionen zu behandeln, das ist auch erforderlich. Es kann entweder durchgehend therapiert werden oder in der so genannten "Intervall-Therapie", 2-mal pro Woche eine Infusion (Rocephin oder Claforan) über 8 Wochen.
Auch die "Gasser-Therapie" zeigt im Spätstadium sehr gute Erfolge. (Eine orale Therapieform mit zwei Medikamenten die 5 Wochen lang durchzuführen ist und in der Praxis gut zu wirken scheint. Prof. Gasser selber hat mit mir das Therapiekonzept am Telefon besprochen ). Zudem bestehen weitere orale Behandlungsansätze die auch in späteren Stadien noch gut wirken können.
Roxithromycin 150mg zwei mal eine Tablette. Dann zeitlich versetzt um 5-6 Stunden je 1 Tablette Trimethoprim 100- 150mg immer nach der Einnahme von Roxithromycin. Die Länge der Therapizeit sollte laut Prof. Gasser bei 5 Wochen liegen. Viele Anrufer haben mir gegenüber von einer guten bis sehr guten Wirksamkeit, bis hin zur Beschwerdefreiheit, berichtet. Auch im Deutschen Ärzteblatt wurde schon vor längerer Zeit auf die gute Wirksamkeit dieser Medikamente bei Lyme-Borreliose aufmerksam gemacht. Begleitend, so Prof. Gasser, empfiehlt sich bei Verträglichkeit auch das Einsetzen von Wobenzym. Wobenzym kann laut Beobachtungen zu einem verbesserten Abbau der Giftsoffe/Toxine im Körper führen.
Als wirksame Antibiotikaklassen gegen Borrelien sind auch die Chinolonen und Ketoloiden getestet worden (Privatdozent Klaus-Peter Hunfeld).
Weitere Hinweise zur Therapie der Lyme-Borreliose und zu Zeckenkrankheiten allgemein finden Sie unter:
Von den Autoren Hellenbrand und Poggensee
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/B/Borreliose/Fsme__Borreliose,templateId%3Draw,property%3DpublicationFile.pdf/Fsme_Borreliose.pdf
RKI (Robert-Koch-Instutut)
http://www.rki.de/cln_169/nn_466802/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__LymeBorreliose.html
Paul-Ehrlich-Institut
http://www.pei.de/cln_101/DE/home/de-node.html?__nnn=true
Wikipedia-Lexikon:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose
Immer wieder taucht die Frage auf, warum es unter einer Therapie zunächst zu einer Beschwerdebildverschlechterung kommen kann, die nicht selten zu starker Beunruhigung führt. Diese Verschlechterung unter einer antibiotischen Therapie wird auch als "Herxheimer Reaktion" bezeichnet, die in etwa bis zu 15% der behandelten Personen beobachtet wurde. Durch den Bakterienzerfall bedingt können sich folgende Symptome zeigen: Verstärkte Muskel- und Gelenkschmerzen, Gesichtsrötung, Fieber, Nachtschweiß, Kreislaufreaktionen. Bei Unsicherheiten sprechen Sie bitte immer mit Ihrem behandelnden Arzt darüber.
Erkrankte, die an einer chronischen Lyme-Arthritis leiden, sollten auch eine HBO-Behandlung
(Sauerstoffüberdrucktherapie)als Behandlungsversuch anwenden:
Es werden positive Erfahrungen geschildert und ein Abklingen der Beschwerden
Diese Therapieform hat im Vergleich zu anderen therapeutischen Optionen geringe
Nebenwirkungen. Sauerstoffaufnahme, Transport und Versorgung des Körpers, der
Sauerstoff dringt wesentlich tiefer ins Gewebe ein. Eine HBO kann auch nach
mehreren Serien erfolgloser Antibiotika-Therapie noch als weitere Chance
eingesetzt werden. Weitere Informationen unter: http://www.hbo-freiburg.de/patienten/borreliose.html
Blutuntersuchungen sollten immer im selben Labor durchgeführt
werden, um eine verlässliche und aussagekräftige Verlaufskontrolle zu haben. In
Deutschland besteht hier das Problem, "dass jedes Labor seine Methode
hat". Zudem muss das Labor über viel Erfahrung bei dieser speziellen
Untersuchungsmethode verfügen.
Blutergebnisse und Beschwerden müssen immer im Zusammenhang
betrachtet werden. Erst daraus ergibt sich die Notwendigkeit für eine
Behandlung.
Siehe hier bitte unter Ärzte, Kliniken, Labor
WICHTIGE BEGLEITENDE HINWEISE:
Vermeiden Sie Stress, Aufregung, Ärger, bzw. lernen Sie damit umzugehen. Entspannungszonen suchen, z.B. Autogenes Training, das innere Gebet, Musik hören usw. Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf. Vermeiden Sie Kaffee oder Alkohol, das Beschwerdebild verschlechtert sich dadurch. Flugreisen unterlassen, das Autoimmunsystem wird sehr belastet. Medikamentös, hier fließen positiv meine eigenen Erfahrungen ein, hat sich bewährt: Magnesium in Tablettenform z. B. Magnesium Diasporal, Vitamin C. Zusammenhänge hier sind mit der beschleunigten Zelltätigkeit gegeben, der Zellstoffwechsel ist bei Borreliosekranken beschleunigt. Positive Erfahrungen auch mit Kürbiskernen am Abend gegessen, beeinflusst Blasenstörungen. Ebenfalls positive Erfahrungen mit Akupunktur, Bewegung an frischer Luft und dem Verwenden von ungesättigten Fettsäuren. Suchen Sie sich Gleichbetroffene, entweder in einer Selbsthilfegruppe, oder sonst Menschen, die Ihre Erkrankung ernst nehmen.
Über diese für meine Arbeit ist bis jetzt berichtet worden in der Hannoversche Allgemeine Zeitung und
angeschlossene Zeitungen sowie Bundesweit in vielen weiteren Tageszeitungen,
Radio Bremen Hansawelle und Radio Melodie, Hartmann Bund im Offenen Kanal
Hannover, N3 Fernsehen, HH1, NDR1 Radio Niedersachsen, Sat1 Nord, Sat1 Blitz, 3SAT ,
medizinische Supersite Medport
und Neues -die Computershow und in weiteren Medien.
www.zeckenbiss-borreliose.de
"Europäische Zeckeninformation"
Ernst Fischer
30173 Hannover
E-Mail: e.o.fischer@t-online.de
Text: Ernst Fischer
Webmaster & Design: Svend
Kramer