Abschließende Bemerkungen
Als Selbstbetroffener ist es mir wichtig, weiter an der Aufklärung der durch Zecken übertragenen Krankheiten mitzuarbeiten. Insbesondere deshalb, weil hier in Europa noch viel Unkenntnis und Falschinformation bestehen. Die Informationslage hat sich zwar verbessert, endgültige Forschungsergebnisse und einheitlich wissenschaftliche Erkenntnisse liegen aber immer noch nicht vor. Das Leid der Erkrankten zu lindern - durch gezielte Hinweise auf borrelioseerfahrene Ärzte, Kliniken und Labors - ist meine Zielsetzung. Jeder sollte seine Erfahrungen als Teil zum Ganzen an Ratsuchende weitergeben.
Es muss mit aller Kraft daran gearbeitet werden, das öffentliche Bewusstsein für Borreliosekranke zu wecken, um dieser schweren Erkrankung die notwendige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ärzte sollten daran interessiert sein sich in der Borreliose-Therapie fortzubilden. Eine Budgetierung darf der notwendigen Therapie nicht im Wege stehen.
Es handelt sich auch um keine Modekrankheit wie gelegentlich zu lesen
ist. Die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland liegt bei ca. 80.000.
Nicht in allen Bundesländern besteht bisher eine Meldepflicht, deshalb
beruht die Zahl der Neuerkrankungen auf Schätzungen und Beobachtungen.
In Europa ist ein deutlicher Anstieg dieser speziellen Erkrankung und
weiterer Zeckenerkrankungen zu verzeichnen. Auch die Krankenkassen
selber sollten ein Interesse daran haben, dass Kranke rechtzeitig und
ausreichend lange behandelt werden müssen, um dadurch auch die
finanzielle Belastung und die Folgebelastungen für die Allgemeinheit zu
senken. Fehldiagnosen und falsche Behandlungen führen zu einer
Verschleppung der Krankheit. Daraus resultierende körperliche Schäden
sind dann immer schwerer zu behandeln. Innerhalb der ersten 2 Jahre
besteht bei ausreichend langer und gezielter Therapie eine hohe
Ausheilungschance. Das hat eine Auswertung der Anrufe bei mir ergeben.
Auch behandelnde Ärzte bestätigen das Ergebnis.
Der Kranke und sein Umfeld dürfen mit der körperlichen und seelischen
Belastung nicht allein gelassen werden. Auch psychologische und
seelsorgerliche Hilfe sollte begleitend zum Gesamtkonzept einer Therapie
angeboten werden. Konfliktsituationen und psychische Belastungen sind
nicht vorrangig durch Psychopharmaka z.B. Beruhigungsmedikamente zu
beseitigen. Vielmehr sollte das Gespräch und Entspannungstechniken/
Autogenes Training im Vordergrund stehen.
Eine ärztliche Begleitung des Kranken sollte ebenfalls eine
Selbstverständllichkeit sein. Fachbegriffe, ärztliche Untersuchungen und
Therapien sollten immer für alle verständlich erklärt werden. Vertrauen
in der Arzt-Patienten-Beziehung kann nur dadurch wirklich gelingen.
Insbesondere Zeckenerkrankte haben oft lange Arztwege und Fehldiagnosen
hinter sich. Nicht selten befinden sich darunter auch psychische- oder
psychiatrische Diagnosen. Es ist somit die Aufgabe des Arztes sich immer
ein persönliches und umfassendes Bild von der eigentlichen
Krankheitssituation des Betroffenen zu verschaffen. Gegenseitige Achtung
im Umgang miteinander ist wichtig und sollte eine Selbstverständlichkeit
sein. Der Kranke selber hat auch von seiner Seite aus die Pflicht nicht
alle negativen Gefühle, die Enttäuschung mit anderen Ärzten oder
Kliniken, auf jeden Arzt, auf "alles was einen weißen Kittel trägt" zu
übertragen. Eine gegenseitige vertrauensvolle Kooperation im Arzt-Patienten-Verhältnis
ist unumgänglich. Ich schließe mich hier den Ausführungen
von Professor Dietrich Grönemeyer in seinem Buch "Mensch bleiben - Eine
liebevolle Medizin ist keine Utopie" an.
Allerdings ersetzen diese Hinweise keinen Arztbesuch! Sie sind als Hilfestellung zu verstehen, damit bis zur Abklärung und Behandlung keine wertvolle Zeit vergeht.
Wichtig auch noch einmal der Hinweis, das es keine Zeckenimpfung gibt. Gemeint ist damit nur eine Impfung gegen die FSME, nicht aber gegen die Borreliose.
Ich wünsche allen Lesern Kraft und Zuversicht in Ihrer ganz persönlichen
Situation.
In einer schweren Krankheitssituation muß der persönliche Weg innerlich
erst gefunden werden. Das erfordert Zeit und Geduld mit sich selber.Wie
schwer es allerdings ist immer die notwendige Geduld aufzubringen, weiß
ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Aber resultierend aus Hoffnung und
Zuversicht können dann auch notwendige Therapien besser wirken.
Quellennachweis für die Hintergrundinformationen zu diesen Webseiten:
Zunächst einmal verweise ich erneut auf den ständigen Erfahrungsaustausch zu Ärzten, Labors und den Informationen durch Veröffentlichungen, soweit diese mir zugänglich waren. Ich danke den behandelnden Ärzten für Ihre Zeit und den vielen Betroffenen und Ratsuchenden für Ihre Rückmeldungen zu Therapieschemata.
Einheimische Zeckenborreliose bei Mensch und Tier/ 3. und 4. Auflage H.Horst, Spitta Verlag
Die neue Lyme Krankheit, Diagnostische Hinweise und Therapierichtlinien/ Dr. Burrascano Ausgabe 2000
Klinik und Therapie der Lyme Borreliose, Merkblatt für Patienten und Hausärzte/ Dr. Hassler 1999
Lyme carditis, cadiac abnormalities of Lyme diasease.Med.93. Steere A.C.et al.
Das Erythema -migrans-Borreliose/1987 Schmidt,R.,R.Zunzer, J.Krüger, R.Ackermann
Infektätiologie rheumatischer Erkrankungen./ Niedersächs.Ärzteblatt 7 1996
Doppelinfektion mit Frühsommermeningoencephalitis Virus und Borrelia Burgdorferi./Deutsch-med.Wochenzeitschrift 111 1986
Pschyrembel/Klinisches Wörterbuch
Der Nachweis von Borrelien bei Haus-und Wildtieren/ 22.Kongress der Detsch-Veterinärmedz-Gesellschaft 1997 Liebisch G.
Einheimische Zeckenborreliose beim Tier/Spitta Verlag G.Liebisch, A.Liebisch
New England Journal of Medicine
ZDF-Gesundheitsmagazin Praxis
Deutsches Ärzteblatt/usgabe 2000 und 2001
Tierärzteverband.de
Tetracyclyne therapy of chronic Lyme Disease/Donta Clin Infect Dis25, 1997
Ärztewoche online
Lyme Borreliose/AK-Consilium Stabek,G. Wien
Lyme Disease/Steere, NEJM 345/2001
ärztliche Praxis.de
Frühsommer-Meningoencephalitis in Europa/Dittmann,S. Kopenhagen
medizininfo.com
Kardivaskuläre Manifestationen der Lyme-Borreliose: Therapeutische Situation im chronischen Stadium problematisch/ Scheffold,Dr.Norbert, Bergler-KLein, Jutta, Sucker,Christoph, Cyran
Brandenburgisches Ärzteblatt , 11/2002, 12.Jahrgang Thomas Talaska
Deutsche Presse-Agentur GmbH,Jeder 5.Baden-Württemberger hat Borreliose
Über meine Arbeit ist bis jetzt berichtet worden in der Hannoversche Allgemeine Zeitung und angeschlossene Zeitungen sowie Bundesweit in vielen weiteren Tageszeitungen, Radio Bremen Hansawelle und Radio Melodie, Hartmann Bund im Offenen Kanal Hannover, N3 Fernsehen, HH1, NDR1 Radio Niedersachsen, Sat1 Nord, Sat1 Blitz,
3SAT ,
medizinische Supersite Medport und Neues -die Computershow und in weiteren Medien.
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www.zeckenbiss-borreliose.de
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30173 Hannover
E-Mail: e.o.fischer@t-online.de
Text: Ernst Fischer
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